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Wie man mit einem afrikanischen Dorfladen die Welt rettet

Der Dorfladen

Die Grundlage unserer Idee – Agroforstsysteme

Kann man wirklich mit einem afrikanischen Dorfladen die Welt retten? Die Antwort: Ein bisschen auf jeden Fall! Vor allem, wenn man sich Digitalisierung und moderne Lieferketten zu nutze macht.

Die NGO PRIDO Sierra Leone

Wir haben Joe Musa über Facebook kennen gelernt als wir nach Lösungen gegen den Klimawandel gesucht haben. Er arbeitet schon seit Jahren mit seiner NGO PRIDO Sierra Leone an dem Aufbau so genannter Agroforstsysteme. Diese Waldgärten, welche die Natur nachahmen, können CO2 speichern und gleichzeitig ohne künstliche Dünger und Pestizide eine Unmenge an Nahrung und anderen Rohstoffen liefern.

Gleichzeitig bieten diese Waldgärten Tieren und Pflanzen Schutz und helfen das Artensterben zu bekämpfen. 

Wie das Ganze funktioniert könnt ihr im Video von PUR Project sehen.

Agroforstwald

Warum traditionelle Lieferketten ungeeignet sind

Wenn Agroforstwirtschaft so viel besser für das Klima und die Natur ist, warum macht das dann kaum einer?

Die Waldgärten sind nicht für maschinelle Ernte und große Mengen einzelner Produkte geeignet. Damit passen sie nicht in traditionelle Liefer- und Wortschöpfungsketten die auf Gewinnmaximierung getrimmt sind. 

Sie eignen sich allerdings perfekt für Unternehmen, die einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz verfolgen und ihren Erfolg nicht nur in der finanziellen Dimension, sondern auch an den sozialen und ökologischen Erfolgen messen.

 

Integrierte Nachhaltigkeit

Zusätzlich zur Handarbeit während der Ernte kommt, dass wir unsere Produkte auch möglichst CO2-neutral herstellen. Also werden unsere Produkte vor Ort, in den afrikanischen Dörfern verarbeitet und müssen nicht unnötig durch die Welt reisen.

Die Herausforderung – einen Markt für klimafreundliche Produkte schaffen

Wenn die Produkte lokal angebaut und verarbeitet werden, warum verkaufen wir sie dann in Deutschland? 

Die Menschen in Ländern wie Sierra Leone haben leider kaum Zugang zu lokalen Märkten. Einige der Dörfer mit denen wir zusammenarbeiten liegen über 80 km entfernt von der nächsten größeren Stadt. Waren und Nahrung soweit zu Fuß transportieren macht natürlich keinen Sinn. 

Direkter, fairer Handel

Es musste also eine andere Lösung her. Ideal wäre ein Dorfladen, in dem die Dorfbewohner ihre Produkte anbieten können, ohne weiten Weg und zu fairen Preisen. 

Da kam unsere Idee – warum nicht einfach den Dorfladen digitalisieren und das Angebot der Dörfer deutschen Kunden zur Verfügung stellen? Damit können wir sicherstellen, dass die Agroforstsysteme weiter wachsen, die Menschen in Afrika faire Löhne erhalten und Du die besten Lebensmittel und Gewürze direkt aus Afrika. Der afrikanische Dorfladen war geboren. 

Der afrikanische Dorfladen – ein Model mit Zukunft

Unser Model ist eigentlich sehr einfach, aber dennoch hat es einen revolutionären Charakter, denn wir machen alles anders als normal:

  • Anbau in Waldgärten und Schutz von Biodiversität (Agroforst)
  • Ernte und Verarbeitung vor Ort für lokale Wertschöpfung
  • Faire Löhne und Selbstbestimmung – Zusammenarbeit auf Augenhöhe
  • Direkter Transport ohne Umwege von Afrika nach Deutschland
  • Vermeidung von CO2 und Kompensation der Tansportemissionen
  • Verkauf in umweltfreundlichen Verpackungen und Unverpacktläden

Klimaschutz und Qualität – fair für alle 


Trotz unserer nachhaltigen Wertschöpfungskette können wir unsere Produkte zu bezahlbaren und fairen Preisen in Deutschland und Europa anbieten. Denn nur so hat unser Model eine Zukunft und kann wachsen.
Wir wollen einen Markt, in dem Menschen eine echte Alternative zu herkömmlichen Produkten aus Monokulturen erhalten.

Was kommt als nächstes?

Wir planen bereits die nächsten Schritte und werden im Jahr 2022 unsere Gewinne in den Aufbau einer solaren Produktionsstätte in Afrika investieren. Unser Ziel ist, den Menschen eine gute, hochwertige Verarbeitung vor Ort zu ermöglichen und das klimaneutral. Zusätzlich wollen wir genug Solarstrom bereitstellen, um auch das Leben in den Dörfern zu verbessern und unseren Partnern Zugang zu sauberen Strom zu geben.

Kann ein afrikanischer Dorfladen die Welt retten? Mit Dir zusammen schaffen wir das. 

Unsere Strategie und die UN SDGs

Zusammen mit unseren Partnern in Afrika haben wir uns eine Strategie überlegt, mit der wir die Umwelt, das Klima und die Menschen nachhaltig unterstützen können. Unsere Idee lässt sich sehr gut mit den UN Zielen für nachhaltige Entwicklung erklären.

Grundlage für unser Konzept sind Produkte aus Agroforst-, Regenwald- und Waldgartenprojekten in Afrika. Dazu kommt der Aufbau von Photovoltaikanlagen für die Erzeugung von grünem Strom zur Verarbeitung und für die Projektdörfer. Mit dieser Kombination können wir gleichzeitig gute Produkte klimaneutral herstellen und schaffen Arbeitsplätze in unseren Partnerdörfern. Zusätzlich unterstützen Joe uns seine NGO die Menschen in Afrika bei Bildung, Gleichberechtigung und Sozialversicherungen. Das führt zu weniger Zukunftsängsten, mehr Selbstbestimmung und langfristig zu Frieden und Gerechtigkeit.

Du möchtest mehr erfahren oder mit deinem Unternehmen unsere Strategie unterstützen? Dann melde dich gerne direkt bei uns: info@climatenuts.de

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